„Die olympischen Spiele im Jahr 2008 in Peking
werden eine ganz besondere wirtschaftliche Bedeutung für die
Beziehungen der Volksrepublik China zu den übrigen Ländern der Welt
haben“, davon ist Ralf Marohn überzeugt. Der 34-jährige
Diplom-Betriebswirt (FH) gehört mit seinem Unternehmen „Far Eastern
Limited – Fernost Beratungs- und Handelsgesellschaft mbH“ zu den
wenigen Wirtschaftsvertretern in Rheinland-Pfalz, die europäische
Unternehmen beim Einstieg in den chinesischen Markt beraten. „Es wird
nicht nur die wirtschaftliche Entwicklung im eigenen Land mit den
olympischen Spielen einen Aufschwung erleben, sondern auch die
wirtschaftlichen Beziehungen der Volksrepublik werden deutlich
zunehmen“, so Marohn, der neben dem Studium der Betriebswirtschaft an
der FH Ludwigshafen als Stipendiat des Landes sein Studium an der
Universität Xiamen (China) fortsetzte. Damit gehört der gebürtige Bad
Kreuznacher, der sich schon während des Studiums in Ludwigshafen
selbstständig machte, inzwischen zu den Experten des chinesischen
Marktes. „Die Chinesen wollen sich während der Olympiade der Welt
vorstellen, dafür werden sie keine Mühen und Kosten scheuen“, sagt
Marohn, der mit einem deutlichen Exportzuwachs im fernen Osten rechnet.
Eine Chance, die auch seinem Unternehmen neue Chancen der Expansion
eröffne.
So legt der Jungunternehmer größten Wert darauf, auch
mit eigenen Büros in China vertreten zu sein. Neben dem Hauptsitz in
der Lagerhausstraße unweit des Ostasieninstituts, unterhält das
Unternehmen noch Repräsentanzbüros in Peking, Xiamen und Shanghai.
Neben der Tätigkeit für europäische Unternehmen hat Far Eastern Limited
die offizielle Repräsentanz für die Wirtschaftsförderung
Rheinland-Pfalz und für das Deutsche Weininstitut übernommen. Im
Hinblick auf Olympia 2008 rechnet Marohn mit weiteren
Kooperationsförderverträgen zwischen deutschen und chinesischen
Unternehmen in den Bereichen Sportstättenbau, Medientechnik und
Baumaterialien.
„Wir begleiten in allen Phasen der
Markteinführung unsere Kunden“, erklärt Marohn. Ob Marktforschung,
-analysen, Strategieentwicklung, Vermittlung von Erstkontakten,
Standortbewertung, Vertriebsaufbau, Joint-Venture-Beratung – die 20
Mitarbeiter des 1992 gegründeten Unternehmens sind branchenübergreifend
für ihre Kunden tätig.
„Im Hinblick auf die olympischen Spiele
werden wir gezielt Unternehmen ansprechen, um die entsprechende
Infrastruktur in der Millionenmetropole Peking weiter zu verbessern“,
betont Marohn, der zusammen mit Consultant Jianmin Liu die Geschäfte am
Stammsitz führt. Als wichtigstes Prinzip nennt Marohn das Vertrauen der
Kunden. „Unser Ziel ist es, nicht nur europäische Produkte und
Unternehmen auf den chinesischen Markt zu bringen, sondern auch
umgekehrt“. Seit Bestehen hat Far Eastern Limited mehr als 150
europäische Unternehmen beim Markteinstieg in China unterstützt. Hinzu
kommen noch rund 40 chinesische Unternehmen, die ihr Interesse für eine
Ausweitung auf den europäischen Markt bekundet haben.
